20 November, 2018, 17:28

Telekom Fashion Fusion Award: „Es war genau der richtige Zeitpunkt!“

[Werbung] Pünktlich zum Auftakt der Berlin Fashion Week war es so weit: Der Telekom Fashion Fusion Award wurde an drei aus acht Finalisten-Teams verliehen. Den ersten Platz gewann das israelische Projekt Keypod, das Kleidung und Accessoires mithilfe von Technik interaktiv macht. So wollen die Gründer es vor allem jungen Menschen ermöglichen, sich besser auf den Moment zu konzentrieren, anstatt immer nur auf den Smartphone-Bildschirm zu schauen.

Der Award fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Antje Hundhausen, Vice President Brand Experience bei der Deutschen Telekom und Jurymitglied bei der Fashion Fusion Challenge, sieht die Entwicklung rückblickend äußerst positiv: „Am Anfang habe ich viel Gegenwind von der Männerwelt bekommen. Mittlerweile haben aber auch sie total Lust darauf, weil sie gemerkt haben, wie technologisch das Thema ist. Wie sich Intelligenz unsichtbar in Kleidung verarbeiten lässt.“

Telekom übernimmt Vorbildfunktion

Auch Anita Tillmann, ebenfalls Jurymitglied und Managing Partnerin bei der Fashiontech Berlin, bestätigt das gesteigerte Interesse an der Challenge: „Es war genau der richtige Zeitpunkt und das ist immer noch erst der Anfang. Als wir vor drei Jahren gestartet sind, hat das kaum jemand verstanden und alle fanden es absurd. Diese Denkweise hat sich massiv geändert. Vor allem das Interesse der Designer ist inzwischen sehr gestiegen. Sie wissen alle, dass es ohne Technik nicht mehr geht. Außerdem übernimmt die Telekom hier eine große Vorbildfunktion für viele andere Corporates. Jeder schaut hin und wirkt sich sowohl auf die Designer, als auch die gesamte Fashiontech-Welt aus. Ich freue mich ganz besonders, dass diese Entwicklung hier in Berlin stattfindet.“

Anita Tillmann glaubt, dass sich das Thema Fashiontech in den nächsten Jahren noch viel rasanter entwickeln wird: „Was jetzt gerade noch Prototyping ist, wird dann auf einmal Realität. Und was wir in den letzten drei Jahren erlebt haben, wird jetzt in nur zwölf Monaten passieren. Es entstehen so viele neue Dinge, das können wir uns heute noch gar nicht vorstellen. Und ich glaube, dass es nicht mal an Unverständnis liegt, sondern vielmehr am Mangel an Vorstellungskraft. Dabei vergessen immer die Leute, die jetzt am kritischsten sind, dass sie vor zehn Jahren alle noch keine Handys hatten – und heute ist es das Normalste der Welt.“

Der Fokus bei der Auswahl der Gewinner lag vor allem darauf, dass die Prototypen funktionieren. „Sie sollten so ausgereift sein, dass wir sie innerhalb von sechs Monaten auf den Markt bringen können“, verrät Antje Hundhausen. „Keypod ist bereits im Gespräch mit anderen Corporates und wir von der Telekom haben 700 Retail-Stores in Deutschland, wo die Wearables ebenfalls angeboten werden sollen. Für Hundhausen ist es besonders wichtig, den Siegerteams eine Plattform zu schaffen. So haben die drei Gewinner gestern auf der Fashiontech Konferenz in Berlin ihre Prototypen ausgestellt und auch die Wearable Computer Konferenz in Singapur ist derzeit im Gespräch. Burak Cakmak von der Parsons School of Design möchte die visionären Ideen der Challenge nach New York bringen.

Die drei Gewinner im Überblick

Bei den drei Gewinnern handelt es sich übrigens um drei Teams, für die wir mit techandthecity.de Pate standen – und das freut uns natürlich ganz besonders!

Den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz belegte Team Keypod aus Israel. Sharon Greenberg, Roman Alperovich und Einat Israeli machen Kleidung und Accessoires interaktiv, indem sie smarte Technik integrieren. Damit soll sich die Generation „mobile first“ während sie unterwegs ist auf das Hier und jetzt konzentrieren können, ohne ständig auf den Smartphone-Screen zu starren. Die verbaute Einheit ist revolutionär, klein, leicht, waschbar und hat eine Batterielaufzeit von vielen Jahren.

Der zweite Platz ging an Zsófi Lévai, Sarolta Setet und Zoltán Istenes von Interknitting. Das Team aus Budapest hatte folgende Idee: zwischenmenschliche Kommunikation mithilfe in die Kleidung eingearbeiteter Interfaces sichtbar zu machen. Die Schnittstellen reagieren auf Geräusche, Bewegungen oder Berührungen – sogar die Begegnung zweier Menschen wird durch das Projekt visualisiert. Den Status der Interaktionen zeigen LEDs, die in der gestrickten Kleidung verarbeitet sind. Super sympathisch: Für die integrierte Software war Zsófis Mama zuständig.

Auf dem dritten Platz sind Nele Köstler und Jonas Diezun aus München mit ihrem Startup Radice gelandet. Ihre Geschäftsidee basiert auf dem Wunsch, Menschen erholsamen Schlaf zu schenken. Während viele Apps ihre Nutzer*innen dabei unterstützen, ihren Alltag besser zu strukturieren, will Team Radice seinen Kund*innen mit innovativen Schlafmasken und der passenden Anwendung zu einem frischen und aktiven Start in den Tag verhelfen.

Wir gratulieren allen Gewinnerteams und freuen uns darauf, eure Erfindungen schon bald auf dem Markt zu sehen!

Fotos: Getty for Telekom Fashion Fusion

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