20 October, 2019, 14:26

Techtastic – News des Monats

Was im Januar die Tech-Branche bewegte, lest ihr hier.

Lieferheld, Foodora und Pizza.de stellen Dienst ein

Bereits im Dezember machte die Nachricht die Runde, dass Delivery Hero sein gesamtes Deutschland-Geschäft für 930 Millionen Euro an das niederländische Unternehmen Takeaway.com (Lieferando) verkauft. Damit werden in Zukunft wohl die Plattformen Lieferheld, Foodora und Pizza.de verschwinden, die allesamt zu Delivery Hero gehören.  Perspektivisch wird erwartet, dass nur noch über Lieferando die flexiblen Essensbestellungen möglich sind. Darüber entschieden wird jedoch erst im März, denn dann tagt die Hauptversammlung von Takeaway.

Dieses Bild werden wir in unseren Städten wohl nicht mehr allzu lange sehen. © Kai Pilger/unsplash.com

Neuheiten der CES

Die weltweite größte Fachmesse für Unterhaltungselektronik fand vom 8. bis 11. Januar in Las Vegas statt. Die Messe, die bereits seit 1967 existiert, stellt immer wieder die neuesten Innovation im Tech-Bereich vor. In diesem Jahr wurde besonders deutlich, dass künstliche Intelligenz in immer mehr Lebensbereiche vordringen und den Technikmarkt weiter revolutionieren wird.

Außerdem wurde der LTE-Nachfolger 5G besonders heiß diskutiert und als Mobilfunknetz der Zukunft herausgestellt. AT&T-CEO John Donovan sagte dazu: „Dieses Netzwerk, ganz einfach erklärt, ist nicht nur schneller und leistungsfähiger – was wir sehr zu schätzen gelernt haben – es ist ein Netz in Echtzeit. Also ein wahrer Gamechanger.“ Führende Kräfte von Adobe oder auch National Geographic geben an, dass 5G sowohl Virtual Reality als auch autonome Fahrzeuge weiterbringen, aber auch Bereiche wie Marketing und Storytelling verändern wird.

Weitere spannende Themen der angeschlossenen Konferenz waren: autonome Mobilität, die Veränderung des Transport- und Fahrzeugmarktes, Internet of Things, Smart Shopping, Cybersecurity und virtuelle Realität in Verbindung mit Sport-Entertainment. Außerdem gingen die Teilnehmer*innen der Frage auf den Grund, wie divers die Tech-Branche ist und wie bestimmte Minderheiten gefördert werden können.

Diverse Panel-Teilnehmer*innen im Gespräch über die sogenannte 4. Industrielle Revolution im Bezug auf die neuen Möglichkeiten im Mobilfunkbereich. © CES

Neuer Microsoft Surface Studio 2 ab Februar in Deutschland

Mit Surface Studio 2 macht Microsoft seinen bislang leistungsfähigsten Rechner für den Schreibtisch ab dem 7. Februar 2019 auf dem deutschen Markt verfügbar.  Surface Studio 2 ist der weiterentwickelte Nachfolger von Microsofts Device, der speziell für die kreative Nutzung am Schreibtisch ausgelegt ist. Mit 50 Prozent mehr Grafikleistung durch die neuen NVIDIA GeForce GTX Grafikkarten mit bis zu 8 GB RAM (in der teuersten Ausführung) ist Surface Studio 2 das schnellste und auch derzeit leistungsfähigste Surface, das je entwickelt wurde.

Das 28-Zoll-PixelSense-Display ist um 38 Prozent heller und 22 Prozent kontrastreicher als beim Vorgängermodell. Zudem kommt das Gerät mit einem USB-C-Anschluss und bietet unter Xbox Wireless eine flüssige Gaming-Performance. Mitgeliefert wird der neueste Surface Pen mit einer Drucksensibilität von 4.096 Druckpunkten.

Die günstigste Variante mit 16GB RAM und 1TB SSD ist ab 4.149 Euro ab dem 7. Februar erhältlich und jetzt bereits vorbestellbar.
Mehr zum Designprozess und der Entwicklung von Microsoft Surface könnt ihr in unserem Interview mit Ralf Groene, dem Chefdesigner bei Microsoft, lesen.

Das neue Microsoft Surface Studio 2 soll vor allem im Kreativbereich multifunktional einsetzbar sein. © Microsoft

Neue Streaming-Plattform aus Berlin: behind the tree

behind the tree könnte für echte Filmliebhaber*innen und Cineasten interessant sein. Der neue Streaming-Dienst aus der Hauptstadt hat sich auf Independent- und Arthouse-Filme spezialisiert und möchte damit ein Gegenangebot zu den Blockbuster geprägten, bisher bekannten Streaming-Plattformen liefern. Dabei ist es behind the tree besonders wichtig auch die Filmemacher*innen hinter den Filmprojekten fair zu bezahlen. Durch das vielfältige Programm, das von Festivalperle bis hin zu B-Movie reicht, führen bekannte Namen aus der deutschen Filmszene wie Frederick Lau, Jessica Schwarz oder auch Jan Köppen

Außerdem bietet die neue Plattform einen Podcast namens BEHIND THE TRESEN mit spannenden Gesprächen, die hinter die Kulissen der Filmszene blicken lassen, und einen firmeneigenen, sehr artsy angehauchten Blog.

Huawei vollendet die „Unvollendete“

Noch mehr News aus dem Reich der künstlichen Intelligenz (kurz KI). Mithilfe dieser will nun Huawei das geschafft haben, was viele große Künstler*innen bereits versucht haben: Die Sinfonie h-Moll 759 D von Franz Schubert, auch bekannt als „Die Unvollendete“, endlich zu vervollständigen. Seit 197 Jahren fehlten die zwei letzten Sätze der Sinfonie, die Schubert, aus immer noch unerfindlichen Gründen, nie fertiggestellt hatte. Den Versuch sie zu Ende zu komponieren, haben bereits viele unternommen, sind allerdings an ihrer Komplexität immer wieder gescheitert.

Vollendet wurde Schuberts Sinfonie h-Moll 759 D nun mithilfe künstlicher Intelligenz, die von der Prozessorleistung der Dual-NPU (Neural Processing Unit) im Huawei Mate 20 Pro profitiert. Durch die Analyse von Klangfarbe, Tonhöhen und Takten der vorhandenen ersten zwei Sätze der Sinfonie hat die KI anschließend eine Melodie für den finalen, fehlenden dritten und vierten Satz berechnet. Um eine Orchester-Partitur zu erschaffen, die dem Stil der „Unvollendeten“ Schuberts treu bleibt, arbeitete Huawei mit Emmy-Award-Preisträger und Komponist Lucas Cantor zusammen.

„Wir nutzen die Power der KI, um Grenzen zu verschieben und den positiven Einfluss, den Technologie auf moderne Kultur haben kann, zu zeigen.“, so Walter Ji, Präsident von Huawei Western Europe. „Meine Rolle war es, die bereits guten Ansätze der KI herauszuziehen, die Lücken zu füllen und sicherzustellen, dass das Endprodukt von einem Sinfonie-Orchester gespielt werden kann. Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz beweist, dass Technik unglaubliche Möglichkeiten erschließt und was für einen wichtigen und positiven Einfluss sie künftig auf Kultur haben kann“, ergänzt der Komponist Lucas Cantor.

Das Stück wird am 4. Februar 2019 in der Cadogan Hall in London uraufgeführt.

Das interessante Projekt zeigt wie sich künstliche Intelligenz positiv auf unser kulturelles Leben auswirken kann. © Huawei

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