13 December, 2018, 01:35

4 Tipps für den Einstieg ins Programmieren

Ich habe mich mit Programmieren bisher wenig beschäftigt, würde es ehrlich gesagt aber gerne mal ernsthaft versuchen – oder zumindest versuchen, es zu verstehen. Wie gut, dass bald meine Elternzeit beginnt und ich jede Menge Zeit habe – nicht. Nun ja, man sollte sich aber trotzdem Ziele stecken und das tue ich hiermit ganz offiziell. Ihr wollt mitmachen? Perfekt. Dann kommen hier ein paar Tipps, wie wir unseren Plan schon ganz bald in die Tat umsetzen. Happy Coding!

1. Erreichbare Ziele setzen

Lasst euch nicht beirren: Viele Onlinekurse locken mit dem Versprechen, dass ihr JavaScript und Co. innerhalb einer Woche lernt. Überlegt mal, wie lange ihr für eure letzte Fremdsprache gebraucht habt und steckt eure Ziele dann noch mal neu. Für die Grundlagen von Programmiersprachen wie HTML oder CSS braucht ihr mindestens ein paar Wochen. Hier geht’s nämlich nicht nur ums reine Vokabelpauken, sondern ebenfalls darum, die Logik dahinter zu verstehen, verarbeiten und ganz wichtig: damit zu üben. Nur so könnt ihr eure Codes nämlich zum Laufen bringen.

Realistische Ziele sind wichtig, damit ihr nicht schnell frustriert werdet und schon nach wenigen Tagen das Handtuch schmeißt. Diese könnten etwa darin bestehen, sich pro Woche ein kleines Miniprojekt vorzunehmen. Kurzfristige Ziele sind wichtig, weil sie euch ein positives Gefühl geben sowie die Motivation, auch langfristige Ziele zu erreichen. Diese könnten zum Beispiel sein, einen bestimmten Kurs mit einem bestimmten Skillset innerhalb von drei Monaten abzuschließen. Achtet immer darauf, dass der Zeitrahmen je nach Kursaufwand und in Kombination mit eurem Alltag einhaltbar ist.

2. Einen passenden Kurs suchen

Selbst im Deutschen gibt es mittlerweile ein riesiges Angebot an Onlinekursen und es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren. Das Wichtigste ist, dass ihr euch einen Kurs mit guten Inhalten heraussucht, die genau euren Bedürfnissen entsprechen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ihr ihn vorzeitig abbrecht.

Denkt also vorher darüber nach, wie überhaupt euer Lernstil ist. Wie nehmt ihr neue Informationen am besten auf? Auditiv – also über Hörbücher oder Podcasts, verbal – also in schriftlicher Form oder visuell – also über Farben, Zahlen und Diagramme oder doch eher über Learning by Doing? Sucht euch anschließend den Kurs heraus, der am besten euren Anforderungen entspricht. In diesem Artikel stellen wir euch acht tolle E-Learning-Plattformen vor.

3. Das Gelernte anwenden

Wie bei allem, was man neu lernt, sollte man natürlich auch das theoretische Wissen rund ums Programmieren direkt beim Lernen und auch danach immer wieder anwenden. Erstens, damit man es nicht gleich wieder vergisst und zweitens, damit man überhaupt erst ein Gefühl dafür bekommt. Nur durch die Anwendung kann sich das Gelernte nämlich auch verfestigen. Wenn ihr also zukünftige (Hobby-)Entwickler*in werden möchtet, müsst ihr eure Kenntnisse immer weiter ausbauen. Am besten setzt ihr euch vorher ein Ziel, wieviele Stunden pro Woche oder Monat ihr damit verbringen möchtet.

Sobald ihr einige Grundlagen draufhabt, macht es ohnehin sehr viel Spaß, diese anzuwenden und zu sehen, was ihr damit erreichen könnt. Überlegt euch zum Beispiel kleine Projekte, die auch von Anfänger*innen gut umsetzbar sind. Ihr könnt eure Programmierkenntnisse zum Beispiel ganz einfach mit einem anderen Hobby verbinden. Ihr interessiert euch für Kunst, Musik oder Haustiere? Dann startet doch einfach ein Coding-Projekt rund um dieses Thema.

4. Sich einbringen

Zusammen ist man weniger allein, das gilt auch fürs Lernen. Gruppenkurse sind nicht für jeden das Richtige, können aber durchaus motivierend sein, um sich gegenseitig voranzubringen. Im Coding findet man häufig Gruppen von Programmierer*innen unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen Stärken. In der Regel arbeiten sie alle an eigenen Projekten, können sich bei Bedarf aber gegenseitig helfen und unterstützen.

Als Anfänger*in könnt ihr euch zum Beispiel nach passenden Online-Gruppen umsehen. In Netzwerken wie Facebook gibt es häufig auch  lokale Lerngruppen oder Ankündigungen regelmäßiger Meetups. Hier findet ihr zum Beispiel das Berliner Netzwerk von Women Who Code, hier die Rail Girls Berlin und auf dieser Seite werden Meetups in der deutschen Hauptstadt veröffentlicht. Vorbeischauen lohnt sich!

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