12 November, 2019, 08:02

Die spannendsten multimedialen Ausstellungen in Deutschland

Dir sind die alten Meister zu langweilig? Dann hast du sie noch nicht in multimedialen Ausstellungen gesehen! Wir zeigen dir die spannendsten und aktuell stattfindenden Ausstellungen in Deutschland.

Schon lange nicht mehr im Museum gewesen? Dann wird es aber allerhöchste Zeit. Nein, keine Sorge, du wirst nicht bereits nach den ersten fünf Bildern anfangen zu gähnen und drei Räume später nach der Abkürzung zum Ausgang suchen. Museum kann auch anders. Und zwar multimedial. Hier kommen fünf aktuelle und kommende multimediale Ausstellungen.

„Leonardo da Vinci – Raffael – Michelangelo. Giganten der Renaissance“

Das Kunstkraftwerk Leipzig lässt dich seit dem 19. Januar 2019 einen neuen Blick auf alte Meister werfen. In der Ausstellung „Leonardo da Vinci – Raffael – Michelangelo. Giganten der Renaissance“ kannst du in die Welt der Künstler eintauchen. Die innovative Video- und Klanginstallation zeigt dir nicht nur die wichtigsten Werke der Universalgenies, sie erzählt ebenso auf sehr bewegende Weise von den wichtigsten Lebenssituationen der Künstler.

Sprechen wir von ihren Werken, sind bei diesen drei Männern nicht nur die als Künstler, sondern auch die als Architekten, Wissenschaftler und Erfinder zu Zeiten der Renaissance gemeint. Warum kleine Bilder auf Leinwänden in Museen betrachten, wenn du alte und neue Details an acht Meter hohen Wänden einer Industriehalle erkunden kannst? Erlebe alte Kunstwerke digital und interaktiv in einer der größten multimedialen Ausstellungen. Anlass der Ausstellung ist der 500. Todestag von Leonardo da Vinci.

multimediale Ausstellung

Quelle: Kunstkraftwerk Leipzig.

„Würde.Selbst.Wählen“

Solltest du rein zufällig zwischen dem 23. Mai und dem 4. Juli in (oder in der Nähe von) Magdeburg sein, dann musst du unbedingt dem Landtag von Sachsen-Anhalt einen Besuch abstatten. Denn dieser präsentiert in seinem Parlamentsgebäude regelmäßig Ausstellungen von Künstler*innen. Künftig zeigt der Landtag das multimediale Ausstellungsprojekt Frauenrecht. Portraitiert werden 28 Frauen aus dem Burgenlandkreis. Videoinstallationen und Texte zeigen den Betrachtenden, wie diese Frauen über Menschenwürde, Selbstbestimmung und Frauenrecht denken. Die Portraits gehen zurück auf die Künstlerin und Berliner Fotografin Sabine Felber. Sie war es, die sich mit den Frauen unterhielt, aber nicht das Foto machte. Dieses machten die 28 Frauen selbst – per Fernauslöser. Anlass für die Ausstellung ist die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren.

„Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“

Die Zeit der Weimarer Republik – eine der großen Gegensätze und eine Zeit der Veränderungen. Politische und kulturelle Aufbrüche sowie sozialer Fortschritt prägten das Zeitalter. Mit der Einführung des Frauenwahlrechts durften bei der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung 1919 auch Frauen zum ersten Mal wählen. Universitäten im Westen haben zu dieser Zeit so viele Studierende wie nie zuvor, da sich nun Frauen regulär immatrikulieren dürfen. Es bildeten sich neue Künstlergruppen, mit neuen Weltanschauungen, aber auch die politische Seite brachte neue Gruppierungen hervor und nationalistische Vereine mit antisemitischen und rassistischen Parolen verzeichneten eine wachsende Anzahl an Anhänger*innen. Die Ausstellung nimmt sich diesen widersprüchlichen Entwicklungen und der Ereignisse dieser Zeit an und betrachtet sie für das Rheinland und Westfalen-Lippe genauer.

Beim Durchwandern von vier Kuben und 16 Medienstationen können Filme und Fotos – darunter viel bisher noch nie gezeigtes Material – studiert werden.  An acht Orten in Nordrhein-Westfalen wird die multimediale Wanderausstellung Halt machen. „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ wird 2019 in Düsseldorf, Lüdenscheid, Köln, Dortmund, Bielefeld, Vogelsang, Minden und Münster zu sehen sein.

multimediale Ausstellungen

Bildquelle: Weimar im Westen, Presse

„Antarctica“

Du hast den Film „Die Reise der Pinguine“ des oscarprämierten Regisseurs Luc Jaquet gesehen und warst fasziniert davon? Dann haben wir genau die richtige Ausstellung für dich. Die multimediale Ausstellung „Antarctica“ im Übersee Museum Bremen entführt dich – wie der Name schon vermuten lässt – in die Antarktis. Umgeben von Videosequenzen auf Großleinwänden findest du dich inmitten einer Kaiserpinguin-Kolonie wieder, begleitest Robben auf der Jadg unter dem Eis oder betrachtest die Landschaft – das Eis. Wusstest du, dass die Antarktis mit 13,2 Millionen Quadratkilometern größer als Europa ist? Mit dieser multimedialen Ausstellung entführt uns das Übersee-Museum Bremen nicht nur in den letzten von Menschen unbewohnten Lebensraum, sondern auch in eines der letzten intakten Ökosysteme unserer Erde.

„nineties berlin“

Nach dem großen Erfolg von „Monet bis Kandisnky. Visions Alive“ und „Van Gogh Alive“, bringt das DDR Museum Berlin mit „nineties berlin“ nun die Neunziger in das ehemalige Münzprägewerk „Alte Münze“. Die Zeit nach dem Mauerfall: In Berlin schien viel, oder sogar alles möglich zu sein. Jeder kennt die Geschichten von Clubs oder Bars, die nie eine Genehmigung hatten. Die Ausstellung greift in genau diese Zeit zurück. Jahre, geprägt von neuen Freiheiten und Freiräumen in einer einst geteilten Stadt. „Besucher*innen tauchen in das turbulente Stadtleben ein und erfahren, wie sich Berlin zu dem entwickelte, was es heute ist: eine pulsierende Partystadt, das Zentrum der deutschen Politik, eine Metropole der Kreativität.“

Auf 1500 Quadratmetern nimmt uns die Ausstellung „nineties berlin“ mit in diese Zeit. Etwas, was dir vielleicht noch von einem deiner letzten Museumsbesuche bekannt sein könnte, ist der Audio-Guide, richtig? Der ist Geschichte. Bei dieser multimedialen Ausstellung bekommst du vertiefende Informationen zu allen Werken direkt auf dein Smartphone – mit Guide Bot.

Bildquelle: Nineties Berlin, Presse

Kennt ihr weitere multimediale Ausstellungen in Deutschland, die man nicht verpassen sollte?

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