4 Webserien, die sich wirklich lohnen

4 Webserien, die sich wirklich lohnen

Im Zeitalter von Netflix, Amazon Prime Video und vielen anderen Streaming-Portalen sind wir eigentlich mit genügend spannenden fiktionalen und non-fiktionalen Serien versorgt. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich aber allemal!

Das Internet bietet eine riesige Vielzahl an aussergewöhnlichen und innovativen Serienformaten fernab vom Mainstream an. Webserien ermöglichen die Umsetzung neuer Erzählstrukturen, Charaktere und Geschichten und zeichnen sich oft durch kurze Episoden (circa 5 – 20 Minuten) und eine schnelle Handlungsabfolge aus. Außerdem kann durch das Internet die Community ganz anders einbezogen werden, als bei einer linear-ausgestrahlten Fernsehserie. Die Themen der Webserien sind dabei weit gefächert, umso schwieriger ist es im Internet-Dschungel die wahren Perlen zu finden. Deshalb folgen nun meine persönlichen vier Highlights, die ihr euch unbedingt anschauen müsst.

SKAM

Die norwegische Webserie ging 2015 online und ist bei weitem kein Geheimtipps mehr. In vier Staffeln werden vier verschiedene Charaktere der Hartvig-Nissen-Schule in Oslo begleitet. Die Geschichten sind sehr nah an den wahren Bedürfnissen, Ängsten und Erfahrungen junger Erwachsener angelehnt. Als die Webserie 2015 online ging, wurde jeden Tag ein circa fünf-minütiger Clip auf der eigenen Homepage veröffentlicht und zwar immer zur „tatsächlichen“ Uhrzeit, in der die Handlung gerade spielte. Das bedeutet, wenn die Protagonisten abends auf einer Party feierten, dann wurde der Clip ebenfalls erst abends online gestellt. Freitags gab es im Fernsehen eine Zusammenfassung der einzelnen Clips, die so eine durchdachte Folge ergaben. Nebenher konnte das Publikum die Geschichte via Instagram-Accounts der fiktionalen Charakter weiterverfolgen. Drehbuchautorin und Regisseurin Julie Andem ist mit SKAM ein wahrer Hype gelungen. Klar, die Serie richtet sich ans junge Publikum, trotzdem lohnt sich ein Blick in diese perfekt inszenierte und produzierte Webserie. Hier könnt ihr die einzelnen Clips und Episoden schauen.

Fett und Fett

Chiara Grabmayr und Jakob Schreier haben diese tolle, detailorientierte Webserie erschaffen. Worum geht es: Jaksch ist Ende Zwanzig und ihm sind vier Dinge im Leben wichtig: Essen, Saufen, Sex und Geld. Da Letzteres schwieriger zu bekommen ist, wird er halt ein betrunkener Fettsack. So plump das gerade klingen mag, ist Fett und Fett eine tolle klischeeaufweisende und fesselnde Webserie, die das Leben der Generation Y sehr gekonnt humorvoll darstellt. Die Dialoge sind ungezwungen und glaubhaft, was an den Laiendarstellern und der Improvisation am Set gelegen haben mag. Absolut sehenswert! Ich freue mich auf die zweite Staffel, die in Kooperation mit dem ZDF 2019 erscheinen wird. Die erste Staffel mit fünf Episoden (jeweils 10 -20 Minuten) könnt ihr euch auf Vimeo anschauen.

Webserien
Foto: Webserie „Fett und Fett“

AWKWARD Black Girl

Old but Gold! Awkward Black Girl wurde erstmals 2011 auf YouTube veröffentlicht. Trotzdem möchte ich euch diese Comedy-Webserie ans Herz legen. Issa Rae ist die Drehbuchautorin und Hauptprotagonistin. Tatsächlich hat Rae die ersten Folgen aus eigener Tasche bezahlt, denn sie empfand die Darstellung von farbigen Frauen in Serien viel zu eindimensional und wollte dies mit Awkward Black Girl ändern. Was ihr auch gelungen ist! Im Mittelpunkt der Webserie steht J, die immer wieder in unbehagene Situationen mit Arbeitskollegen und ihren „love interests“ gerät. Durch Voice Over und Traumsequenzen kann man sich ziemlich gut in J hineinversetzen, sodass fremdschämen und Lacher vorprogrammiert sind. Auf YouTube könnt ihr euch die zwei Staffeln anschauen. Eine Folge ist knappe vier Minuten lang – so lässt sich AWKWARD Black Girl ,wie einen kleinen Leckerbissen, perfekt mobil vom Handy anschauen.

How it should have ended

Zum Schluss stelle ich euch diese wahre Perle des Internets vor, die nicht unter die klassische Definition einer Webserie fällt, ich euch aber nicht vorenthalten möchte. In 2005 erstmals veröffentlicht, versorgt uns how it should have ended mit genialen, alternativen Enden von Hollywood-Blockbustern. Die animierten Parodien von Filmen, wie Star Wars, Findet Nemo oder Indiana Jones, sind wirklich lustig anzuschauen. Und wer kann nach einem Kinobesuch von sich behaupten, nicht aufgebracht andere mögliche Enden diskutiert zu haben? Hier könnt ihr sie sehen! Die Clips zu How it should have ended findet ihr auf YouTube.

Viel Spaß beim Entdecken der Webserien!