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Datenschutz: 6 Funktionen, die du bei deinem Android-Phone besser deaktivierst

Datenschutz: 6 Funktionen, die du bei deinem Android-Phone besser deaktivierst

Android ist das weltweit am meisten genutzte mobile Betriebssystem. Ganze drei Viertel des internationalen Smartphone-Marktes werden von Android beherrscht. Du gehörst auch zum Team? Dann solltest du jetzt weiterlesen, wenn dir der Schutz deiner persönlichen Daten wichtig ist. Manche Android-Features tracken dich nämlich permanent und müssen erst abgeschaltet werden, damit sie nicht mehr im Hintergrund laufen. Was passiert mit den Daten? In der Regel fließen sie zu Google, also dem Konzern, der Android selbst entwickelt und lizensiert. Ob du getrackt wirst, kannst du mir nur wenigen Klicks herausfinden. Wie das funktioniert und wo du die entsprechenden Häkchen entfernst, verraten wir dir in den folgenden Punkten.

1. Bewegungsprofile

Das Smartphone kann als kostenloses Navigationssystem auf Reisen durchaus praktisch sein. Auch zu Hause bekommst du nach Aktivierung des Standortverlaufs aktuelle Verkehrslagen – zum Beispiel auf dem Arbeitsweg – automatisch angezeigt. Gleichzeitig stimmst du damit jedoch zu, dass Google ein Bewegungsprofil von dir erstellt.

Damit lässt sich über Jahre hinweg minutiös bestimmen, wo du dich zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hast. Klingt unheimlich? Dann kannst du die Funktion folgendermaßen ausschalten:

Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Standortverlauf > Standortverlauf verwenden > „Aus“

So kannst du bisher gesammelte Daten aus deinem Standortverlauf löschen:

Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Standortverlauf > Zeitachse verwalten > Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Gesamten Standortverlauf löschen

2. Apps, die tracken

Jeder App-Entwickler kann selbst entscheiden, welche Berechtigungen ihre Anwendungen haben. So kann möglicherweise auch eure Zyklus-App oder das Bildbearbeitungsprogramm euren Standort tracken und euer Adressbuch auslesen. Das wird euch vor Installation der Anwendung zwar in den AGBs angezeigt, aber wer liest schon das Kleingedruckte? Alle App-Berechtigungen findest du im Anwendungsmanger und dort kannst du sie auch aktivieren oder abschalten. So geht’s:

Einstellungen > Anwendungen > Anwendungsmanager > App auswählen > Berechtigungen > Schieberegler auf „Ein“ oder „Aus“

3. Personalisierte Werbung

Bei der Nutzung von Google-Produkten erstellt der Konzern im Hintergrund ein Werbeprofil mit deinen Interessen und Vorlieben. Bist du beim Surfen mit deinem Google-Account verbunden, wertet das Unternehmen all deine Suchanfragen aus und hat dafür auch automatisch die Berechtigung. Die Erstellung eines Werbeprofils von Google lässt sich leider nicht einfach abschalten. Du kannst jedoch selbst entscheiden, ob du auf seiner Grundlage personalisierte Werbung erhalten möchtest – und zwar so:

Einstellungen > Google > Anzeigen > Personalisierte Werbung deaktivieren

4. Automatische Backups

Backups sind nützlich, damit Fotos und andere wichtige Daten nicht plötzlich verloren gehen, falls dein Smartphone mal den Geist aufgibt oder geklaut worden ist. Falls du dir ein neues Gerät anschafft, kannst du damit easy alle alten Einstellungen und Dateien auf das neue Smartphone übertragen. Behalte jedoch im Hinterkopf, dass mit automatischen Backups allerhand Dateien auf fremden Servern landen, die du dort vielleicht gar nicht haben möchtest.

Welche Dateien übertragen werden, ist je nach Gerät unterschiedlich. Falls du dich damit generell nicht wohlfühlst, solltest du automatische Backups lieber abschalten und deine wichtigsten Daten lieber manuell auf eine externe Festplatte übertragen. Die Funktion zum Deaktivieren findest du hier:

Einstellungen > Sichern und zurücksetzen > Meine Daten sichern > „Aus“

5. Suchanfragen

Nichts Neues bei Google, aber man vergisst es doch immer wieder: All deine Suchanfragen werden genauestens vermerkt. Darunter zählen Eingaben bei Google Maps, in Chrome oder bei Youtube, wenn du während der Suche in deinen Account eingeloggt warst. Hier kannst du nachsehen, ob du ein Aktivitätenprotokoll bei Google hast und mit diesen drei Schritten schaltest du das Tracking aus:

Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Aktivitätseinstellungen > Web- und App-Aktivitäten > „Aus“
Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Aktivitätseinstellungen > YouTube-Suchverlauf > „Aus“
Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Aktivitätseinstellungen > YouTube-Wiedergabeverlauf > „Aus“

6. Geräteinformationen

Bei Geräteinformationen handelt es sich nicht nur um das Modell oder Betriebssystem eures Smartphones. Damit sind ebenfalls Kontakte, Apps, Kalender oder Musik gemeint. Google sammelt diese Daten angeblich, um ihren Nutzer*innen „genauere Ergebnisse und Vorschläge bereit[zu]stellen.“ Wenn du nicht willst, dass Google deine Daten weiterhin sammelt, kannst du folgende Einstellungen vornehmen:

Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Aktivitätseinstellungen > Geräteinformationen >“Aus“

So kannst du bereits gespeicherte Geräteinformationen löschen:

Einstellungen > Google > Google-Konto > Daten & Personalisierung > Aktivitätseinstellungen > Geräteinformationen > Aktivitäten verwalten > Drei-Punkte-Symbol > Alle löschen > Löschen

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