,

Revolar - ein Gadget für mehr Sicherheit?

Revolar - ein Gadget für mehr Sicherheit?

Revolar Gadget für mehr Sicherheit

Bestimmt kennt jede von uns die Situation, wenn einem auf dem Heimweg plötzlich ein wenig mulmig zumute wird – sei es, weil niemand in der Nähe ist oder weil plötzlich jemand viel zu nah ist oder weil man aus fragwürdigen Gründen angequatscht wird. Ein smartes Device von Revolar möchte dieses Gefühl in Zukunft verhindern.

Die Gründerinnen und ihre Geschichte

Laut einer Übersicht von Terre des Femmes ist in Deutschland jede 7. Frau von sexueller Gewalt betroffen. In den USA findet alle 98 Sekunden ein sexueller Übergriff statt – sie betreffen jede 4. Frau. So auch die Schwester von Jacqueline Ros, einer der Gründerinnen des schlauen Revolar Wearables. Nachdem diese als Teenager gleich zwei mal Opfer sexueller Gewalt wurde, fragte sich Jacqueline, was sie für ihre Schwester hätte tun können.

Gemeinsam mit Andrea Perdomo gründete sie Revolar. Die zweite Founderin des Unternehmens kann ebenfalls eine persönliche Geschichte zum Thema Sicherheit erzählen. Ihre Großmutter war in Kolumbien acht Monate lang von Entführern festgehalten worden. Also stelle sich auch Andrea die Frage, wie sie dieses Schicksal hätte verhindern können. Die Antwort beider Frauen ist Revolar.

So funktioniert das Wearable

Das Gadget ist etwa so groß wie ein Autoschlüssel und passt easy in jede Hand- oder Hosentasche. Per Knopfdruck kannst du deinen Liebsten mitteilen, wo du dich gerade befindest und ob du Hilfe brauchst. Dafür musst du es über dein Smartphone lediglich mit den jeweiligen Kontakten verbinden. Mit einem Klick teilst du mit, wo du bist und dass alles in Ordnung ist. Mit zwei oder mehr Klicks kannst du Freunde und Familie im Notfall alarmieren und um Hilfe bitten. Dafür können individuelle Nachrichten im System hinterlegt werden.

Der falsche Ansatz

Im Prinzip eine gute Idee – doch bleibt die Frage, ob man sich mit einem ständigen Alarmknopf in der Tasche nicht vielleicht noch unsicherer fühlt als zuvor. Und außerdem: Wieso ist es überhaupt die Aufgabe von uns Frauen, potenzielle sexuelle Angriffe abzuwehren? Wäre es nicht sinnvoller, die kulturelle Zuschreibung vom ‘schwachen Geschlecht, das unbedingt beschützt werden muss’ ein für allemal auszulöschen?

Gadgets wie Revolar bedeuten zwar technischen Fortschritt, nicht aber den von Gleichberechtigung. Mal abgesehen davon, ob uns der Knopfdruck tatsächlich vor Angriffen schützen könnte (Helfer sind schließlich nicht sofort zur Stelle), sollte es doch vielmehr möglich sein, uns frei und ohne Angst zu bewegen – egal ob nachts oder tagsüber, beim Joggen oder Clubbesuch. Die Verantwortung für Sicherheit sollte nicht bei den Frauen liegen, sondern in Bildungsinitiativen oder anderen präventiven Maßnahmen – smarte Technik hin oder her.

Fotos via Revolar 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.