Google Home, Amazon Echo & Sony Smart Speaker: Die Sprachassistenten im Vergleich

Google Home, Amazon Echo & Sony Smart Speaker: Die Sprachassistenten im Vergleich

Hätte mir vor einem Jahr jemand erzählt, dass ich schon bald einen Sprachassistenten zu Hause habe, dann hätte ich dem- oder derjenigen vermutlich einen Vogel gezeigt. Noch bis vor kurzem konnte ich es mir nämlich ganz und gar nicht vorstellen, regelmäßig mit einer kleinen virtuellen Gehilfin zu plaudern. Nicht etwa, weil ich wie so viele andere Menschen Angst habe, dabei abgehört zu werden (was das Smartphone übrigens genauso gut könnte …), sondern vielmehr, weil es mir komisch vorkam, bestimmte Aufgaben nicht mehr selbst zu erledigen und stattdessen ganz einfach mit der Stimme zu steuern. Als Tech-Bloggerin konnte ich mir einen Test dann aber doch nicht verkneifen und berichte euch heute von meinen Erfahrungen mit Google Home, Alexa und dem Smart Speaker von Sony.

Einrichtung

Gleich vorweg: Die Einrichtung aller drei Geräte ist super einfach und intuitiv. An sich müsst ihr sie nur an den Strom anschließen und schon kann es losgehen. Der smarte Sprachassistent führt euch nämlich direkt durch die Einrichtung. Was ihr neben dem Gerät und einer Steckdose sonst noch braucht, ist die passende App auf eurem Smartphone – sprich: Google Home für die Geräte von Google und Sony sowie Amazon Alexa für Alexa.

Google Home richtet sich automatisch ein

Amazon Echo

Der Amazon Echo mit Alexa war mein erstes Testgerät und dementsprechend war ich unheimlich neugierig, was sie alles kann. Von Freunden hatte ich bereits ein paar Tipps bekommen: “Alexa, erzähl einen Witz”, “Alexa, wie wird das Wetter morgen?”, “Alexa, welche Termine habe ich heute?” – all diese Fragen beantwortet Amazons kluger Speaker im Handumdrehen. Besonders praktisch finde ich auch das ZDF Heute Skill, mit dem man sich die wichtigsten Nachrichten des Tages als Zusammenfassung anhören kann.

Was Alexa noch so drauf hat? Man kann mit ihr smarte Home-Systeme steuern, zum Beispiel die Hue Lampen von Philips. Per Sprache das Licht an- und ausmachen ist schon ziemlich praktisch – endlicht gibt es keinen Streit mehr, wer noch mal aufstehen und zum Lichtschalter gehen muss. Auch Dimmen und Co. kann man easy per Sprachbefehl steuern. Außerdem bietet der Echo die Möglichkeit, sich durchs gesamte Amazon-Sortiment zu shoppen – auch wenn die Sprachsteuerung an dieser Stelle noch nicht ganz ausgereift ist.

Am meisten nutze ich jedoch die Musikfunktionen der Smart Speaker. Sie lassen sich mit verschiedenen Streaming-Diensten verbinden, darunter natürlich auch mit Spotify. Für mich war es eine ziemliche Offenbarung, nicht für jeden neuen Song zum Smartphone greifen zu müssen, weil ich mich im Alltag sehr schnell davon ablenken lasse. Oh, zehn neue Nachrichten in der WhatsApp-Gruppe? Und was passiert eigentlich gerade auf Facebook? Durch den Sprachassistenten prokrastiniere ich von nun an tatsächlich weniger.

Amazon Echo ist in der 2. Generation ab ca. 100 Euro hiererhältlich. Pssst: Momentan sind alle Geräte reduziert!

Sprachassistent Alexa im Wohnzimmer

Google Home

Google Home funktioniert an sich fast genauso wie Amazon Echo, hat meiner Meinung nach jedoch noch bessere Features. Terminkalender, Wetterbericht, Witzerzählen – all das meistert auch dieses kluge Gadget wunderbar. Die Nachrichtenzusammenfassung zieht sich Google Home vom Deutschlandfunk und auch die Smart Home- sowie Musiksteuerung klappt reibungslos. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass Alexas Stimme insgesamt etwas flüssiger läuft.

Ein großer Vorteil gegenüber dem Amazonprodukt ist jedoch, dass Google Home mehrere Stimmen erkennt und deshalb auch von unterschiedlichen Personen im Haushalt genutzt werden kann. Schließlich haben nicht alle die gleichen Termine im Kalender und auch die Kontakte im Telefonbuch können unterschiedlich sein – auch wenn sie gleich benannt sind. All das und noch mehr kann Google Home unterscheiden, was im Alltag wirklich praktisch ist.

Auch die Suchfunktion, die bei Alexa an sich kaum vorhanden ist, funktioniert bei dem Google-Gerät – wer hätte das gedacht – deutlich besser. “Hey Google, wo gibt es in der Nähe die beste Pizza?” oder “Hey Google, wie klingt ein Otter?” (sehr lustig!). Der Home-Assistent beantwortet wirklich jede Frage und erspart somit die eine oder andere mühselige Suche am Computer. Optisch gefällt mir Google Home ebenfalls besser, weil der Speaker kleiner und schöner designed ist. Die zweite Generation des Echos von Amazon hat jedoch einen neuen, hübschen Look. Von beiden Geräten gibt es außerdem eine kleine Variante.

Google Home ist für 149 Euro hier erhältlich.

Google Home im Schlafzimmer

Sony Smart Bluetooth Speaker

Der smarte Speaker von Sony läuft mit dem Google-Assistenten und kommt deshalb auch mit fast allen Annehmlichkeiten des Produkts daher. Einige Unterschiede gibt es aber doch: Das Gerät von Sony ist kabellos und kann deshalb unabhängig von Steckdosen überall in der Wohnung platziert werden. Dadurch ist es viel mobiler und kann easy von einem Raum in den nächsten wandern. Die Oberfläche ist spritzwassergeschützt, deshalb verwende ich ihn gerne in der Küche und lasse mir bei Rezepten helfen oder Spotify abspielen. Ein weiterer Pluspunkt: Der kluge Speaker reagiert auf Gesten und kann dementsprechend nicht nur mit Sprachbefehlen, sondern auch mit Bewegungen gesteuert werden, um Musik leiser und lauter zu machen oder zum nächsten Song zu wechseln. Außerdem zeigt der Lautsprecher die Uhrzeit an.

Ein Nachteil ist, dass der Sony Speaker leider nicht alle Features von Google Home unterstützt und zum Beispiel nicht mit mehreren Konten gleichzeitig verknüpft werden kann. Anders als das Originalprodukt erkennt er deshalb auch nicht verschiedene Stimmen von Familienmitgliedern. Aber wer weiß, vielleicht zieht Sony an dieser Stelle ja schon ganz bald nach …

Der kabellose Lautsprecher mit integriertem Google Assistant in Schwarz oder Weiß ist in Deutschland derzeit noch nicht verfügbar. In den USA kostet er knapp 100 Dollar.

Sony Smart Speaker in der Küche

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