15 October, 2018, 08:20

#FASHIONTECH 2018 – 4 smarte Brands, die du kennen solltest

Während der Berlin Fashion Week finden nicht nur jede Menge Shows und Präsentationen statt, sondern auch Podiumsdiskussionen, Panels, Messen und mehr. Eine dieser Veranstaltungen ist die #FASHIONTECH Berlin – eine Konferenz, auf der schon seit 2015 über die Zukunft der Mode gesprochen wird. Einerseits mit interessanten Speaker*innen auf der Bühne, andererseits mit einer Ausstellungsfläche, auf der Modestudierende, Labels oder andere Unternehmen innovative Materialien, Herstellungsverfahren und Co. vorstellen. Ein großer Fokus lag in diesem Jahr auf Nachhaltigkeit, denn zum Glück wird dieses Thema auch in der Modebranche immer wichtiger. Heute stellen wir euch vier Brands vor, die wir letzte Woche auf der #FASHIONTECH entdeckt haben. Los geht’s!

Ausstellungsfläche Fashiontech Berlin

1. re/GENERATE

re/GENERATE bezeichnet sich selbst als ‚Design Lab for Better Fashion‘. Das Projekt wurde von einer internationalen Gruppe aus Designer*innen, Denker*innen, Ökonom*innen, Landwirt*innen und Aktivist*innen ins Leben gerufen. Sie alle glauben an Diversität auf allen Ebenen, sowohl in Bezug auf Strategien, Menschen, Fähigkeiten und die Resultate. Und sie glauben, damit jedes Problem lösen zu können.

Taschen von Regenerate auf der Fashiontech Berlin

In erster Linie geht es hier natürlich um Mode. Das Kollektiv sieht die UN’s 2030 Sustainable Development Goals als beste Chance, um die Zukunft der Modeindustrie nachhaltig zu verändern. Dafür haben sie verschiedene kleine Projekte ins Leben gerufen. Auf der #FASHIONTECH ging es einerseits um einen nachhaltigeren Umgang mit Leder und andererseits um den ökologischen Fußabdruck, der bei der Herstellung von Jeansstoff hinterlassen wird. Super spannend!

Denim Footprint von Regenerate

2. AlphaTauri

Was Red Bull ist, brauchen wir euch wohl nicht zu erklären. Dass das österreichische Getränkekonzern jedoch auch in der Fashionbranche die Finger im Spiel hat, war uns wirklich neu. AlphaTauri heißt die Marke, unter der Red Bull seit einigen Jahren Kleidung aus smarten Materialien verkauft. Für meinen Geschmack sind diese zwar nicht unbedingt schön, aber dafür funktional. Es gibt Basics aller Art – und diese haben es ganz schön in sich.

Laut eigenen Angaben sind die Kleidungsstücke von AlphaTauri nämlich mit responsiver Intelligenz von Red Bull ausgestattet. Das bedeutet konkret: Verschiedene Teile der Kollektion bestehen aus Taurex, einem Materialmix-Stoff, der die vom Körper ausgehenden Ferninfrarotstrahlen wieder an ihn zurückschickt. Das soll nicht nur den Blutkreislauf anregen, sondern auch die Ausdauer fördern und für Wohlbefinden sorgen. Energy Drink als Kleidung? Das klingt wirklich nach Mode aus der Zukunft …

3. WRAD

Super spannend und vor allem sympathisch fand ich das Modelabel WRAD. Sie selbst sehen sich übrigens nicht als Brand, sondern als Bewegung und genauso ambitioniert kam auch einer der Co-Founder bei seinem Talk auf der Bühne rüber. WRAD möchte die Modebranche ändern, denn diese Industrie ist auf Platz zwei, wenn es um Umweltverschmutzung geht. Ihr Ziel: Daran arbeiten, den Aufstieg von ‚lebenswerter‘ Mode zu beschleunigen. Mode, die das Leben natürlicher und menschlicher Ressourcen stärkt, um eine Zukunft für kommende Generationen zu garantieren. Einen Lifestyle für diejenigen zu schaffen, die sich kümmern, handeln und etwas bewirken wollen.

WRAD Stand auf der Fashiontech Berlin

Was erst mal recht pathetisch klingt, wurde von den Gründern und ihren Mitarbeitern ganz konkret umgesetzt. Auf der Webseite könnt ihr zum Beispiel sehen, mit welchen Herstellern WRAD zusammenarbeitet und wer die Kleidung herstellt. Außerdem gibt es ganz genaue Beschreibungen von allen verwendeten Materialien. Für ihr Graphi-Tee erhielten sie den Reddot Product Design Award. Das Shirt wird mit einer innovativen Technik aus Graphit gefärbt, die ganz ohne chemische Substanzen auskommt und deshalb besonders umweltfreundlich ist. Kleiner Tipp: In ihren Instagram Stories gibt es regelmäßig Mini-Tutorials für mehr Nachhaltigkeit im Alltag und außerdem viele schöne Menschen. Hier könnt ihr folgen.

4. Nanogy

Nanogy ist ein Unternehmen aus Frankfurt und beschäftigt sich, wie der Name schon vermuten lässt, mit Nanotechnologie im Modebereich. Auf der #FASHIONTECH hat Nanogy die perfekte Lösung für alle Frostbeulen vorgestellt: Eine innovative Wärmetechnologie, die ultraleicht ist und einfach in jedes Kleidungsstück eingearbeitet werden kann. Diese High-Tech-Textilien sind so dünn und flexibel, dass sie einfach zusammengefaltet werden können. Außerdem enthalten sie kein Metall und dürfen deshalb in die Waschmaschine.

Nanogy auf der Fashiontech Berlin

Als „Heizmittel“ braucht man lediglich eine herkömmliche Powerbank. Bei dieser Innovation handelt es sich um eine der nachhaltigsten Wärmetechnologien auf dem Markt. Einziges Manko: Wir können die Miniheizung nicht selbst in unsere Lieblingskleidung einarbeiten. Erst müssen sich die passenden Hersteller finden, die das Material in ihrer Kleidung verwenden. Würde sich bei den kalten Temperaturen derzeit doch bestens eignen …

Fashion Tech Studies AMD Berlin auf der Fashiontech

Bühne Fashiontech Berlin 2018

Fashiontech 2018

Fashion Tech Studies AMD Berlin

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