Kulturtipp: Computerspielemuseum in Berlin

Kulturtipp: Computerspielemuseum in Berlin

Außenansicht des Computerspielemuseums in Berlin

Erinnert ihr euch an euer erstes Computerspiel? Meins hieß Paperboy und lief damals noch auf dem Amiga, den ich vom Sohn meines Patenonkels inklusive riesiger Spielesammlung “geerbt” hatte. Wie der Name schon vermuten lässt, spielt man dabei einen kleinen Jungen, der auf einem BMX-Bike durch die Stadt flitzt und Zeitungen austeilen muss. Ziel war es, möglichst viele Zeitungen in möglichst wenig Zeit in die Briefkästen zu werfen und dabei auch noch Hindernisse wie bissige Hunde oder nervige Passanten zu umgehen. Eigentlich habe ich mit meinen Zeitungen immer am liebsten die Fensterscheiben der Häuser eingeschmissen und jede Menge Minuspunkte gesammelt. Hach ja, diese Retrogames waren schon etwas Feines …

Noch viel mehr solcher Erinnerungen bekommt ihr im Computerspielemuseum Berlin. Das Haus in Friedrichshain feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum und ist die perfekte Spielwiese für alle Gamer*innen, Nerds und Technikinteressierte. Die Dauerausstellung zeigt über 300 Exponate mit seltenen Originalen, vielen Klassikern und aktuellen Spielneuheiten – von Pacman über Bomb Jack bis zu GTA ist alles dabei. Neben unzähligen Games gibt’s weitere schöne Dinge wie die “Wall of Hardware” mit Konsolen und Co. von ihrer Erfindung bis heute, eine Mini-Spielhalle mit Automaten, einen Riesenjoystick oder die berühmte PainStation. Ihr könnt in der interaktiven Ausstellung fast alles selbst ausprobieren – zumindest, wenn ihr euch traut. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Kunst- und Kulturgeschichte des Gaming-Bereichs.

Die aktuelle Sonderausstellung heißt passend zum 20-jährigen Bestehen “20 Meilensteine aus Deutschland” und handelt von der deutschen Geschichte der Gameskultur: “Was ist dran am Klischee, dass die Deutschen in Games so gerne managen, mit Vorliebe die Bundesliga oder knuddelige Siedler mit hohem Wuselfaktor? Weshalb interessiert sich im verspielten Osten die Stasi für die Entwicklung des einzigen Spielautomaten der DDR, des Poly-Play? Und weshalb geht der beachtliche kommerzielle Erfolg für die deutsche Entwicklerfirma des Moorhuhns eher auf Unachtsamkeit zurück?” Alle Antworten auf diese Fragen findet ihr noch bis zum 6. Februar 2018 im Computerspielemuseum.

Wo: Computerspielemuseum Berlin, Karl-Marx-Allee 93a
Wann: Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr, Freitag + Samstag bis 21 Uhr
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro

Foto: Matthias Zimmermann/Computerspielemuseum Berlin

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