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Always on

Always on

always-onEs blinkt, es piept, es klingelt. Die Flut der Notifications reißt nicht ab. Moderne Zeiten heißen auch moderne Kommunikation und das heißt leider oft auch: Always on.

Kaum eine Minute, in der wir nicht erreichbar sind. Per Laptop, Smartwatch oder meist per Smartphone. Sind wir es einfach schon gewöhnt, dass wir immer online, anrufbar und erreichbar sind? Jeder kennt es und oft sind wir gestresst davon, aber so wirklich entziehen wollen wir uns auch nicht. Woran liegt’s? Haben wir Angst etwas zu verpassen?

Vielleicht lohnt es sich ja, mal kurz anzuhalten und zu hinterfragen, warum wir eigentlich immer On sind. Denn wenn man ehrlich ist, so verpasst man ja doch meist nichts, wenn man mal eine Stunde nicht auf’s Handy schaut, die Mail vielleicht erst morgen beantwortet oder wir das letzte Like beim Bild auf Instagram nicht sofort mitbekommen.

Im Gegenteil – die Freude ist vielleicht viel größer, wenn man erst nach einer gewissen Zeit schaut, was sich so getan hat und ob wirklich wichtige Dinge dabei waren.

Das heißt ja auch nicht, dass man sich sofort als Asket dem Digital Detox aussetzt, sondern eher die viel besprochene Entschleunigung ausprobiert. Einfach später, statt gar nicht. So würden wir vielleicht ein bisschen mehr zur Ruhe kommen und uns auch mal auf unser Gegenüber im Gespräch konzentrieren können, statt immer dem Ruf der Notifications zu folgen.

Wer es mal ausprobieren will, aber nicht allein, kann es auf diese Weise versuchen: Einfach Freunde einladen und vereinbaren, dass der erste, der am Abend auf sein Handy schaut, die nächste Runde Drinks bezahlt. Ihr glaubt gar nicht, wie diszipliniert plötzlich alle sind und es schlussendlich genießen, mal Off zu sein.

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